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 E & BJ Capper Nagold 2006/2007

 

19.5.2006

Histria (Istros)

Ein rumänisches Pompeji

Romanian Pompeii

Für heute ist unser Umzug von Mamaia nach Murhigiol im Donaudelta geplant. Brav schleppt das Auto den Wohnwagen auf anfangs schnurgeraden, leeren Nebenstraßen die Schwarzmeerküste entlang.

We set out from Mamaia aiming at Murighiol in the Danube Delta. Car and caravan proceed happily along straight and empty roads north not far from the Black Sea coast.

Plötzlich taucht aus dem Nichts ein respektables Hinweisschild auf mit der Aufschrift "Histria". Mehrmals waren uns um Constanta große Werbeplakate ins Auge gestochen, die unter diesem Namen ein Foto von bemerkenswerten Ruinen zeigten. Wir fahren erstmals weiter, beginnen jedoch zu grübeln. Kann es sein, dass hier im Nirgendwo ein großer archäologischer Schatz verborgen liegt? Der Gedanke reizt, wir wenden, biegen links ab und stoßen nach einer etwa 15minütigen Fahrt durch ein zunehmend schöner werdendes Schilf- und Seengebiet mit zahllosen Wasservögeln auf ein großes, modernes Museum.
Es gibt ein paar Aufsichtspersonen, aber kaum Besucher. Staunend gehen wir durch das Museum. In seinem Zentrum befindet sich ein großer, glasüberdachter Saal, der die Ausmaße eines griechischen Tempels haben soll, den man hier entdeckte. Bruchstücke davon wurden an ihrem "richtigen" Platz im Raum arrangiert. Er war dem Gott Zeus geweiht.

Suddenly we pass a sign saying “Histria”. Back in Constanta we had noticed advertising for Histria with pictures showing remarkable ruins. We drive on for a few minutes, conscious of the fact that we have a long stretch ahead of us, but then think that maybe we are missing out on something important here in the middle of nowhere. We find somewhere to turn with the caravan, and after about 15 minutes driving between increasingly beautiful  reeds and marshy lakes with numerous wild birds, reach a large and modern museum.
A few personnel are there, but hardly any visitors. We are impressed by the museum. In the middle is a large, airy and sunlit hall, which is built to the dimensions of the Greek temple discovered here. Some of the remnants are placed where they belong in the structure. The temple was dedicated to Zeus.        

 

 

 

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Ein Marmorfries zeigt weitere Gottheiten, die hier über Jahrhunderte verehrt wurden. Von links nach rechts sieht man: Apollo, Hephaistos, Poseidon, Eros (ganz kleine Figur am oberen Rand), Aphrodite, Athene, Zeus, Hermes und Hera.
Im Jahre 657 vor Chr. gründeten griechische Kaufleute aus Milet (in der Türkei, etwas südlich von Izmir) als erste Niederlassung am Schwarzen Meer eine Stadt, die sie nach dem alten griechischen Namen der Donau Istros nannten. Weitere vier Städte folgten an der heutigen rumänischen Schwarzmeerküste, darunter Constanta. Histria gilt als die älteste Stadt Rumäniens.

A marble frieze shows him with other gods who were venerated here for many centuries. From the left, Apollo, Hephaistos, Poseidon, Eros (small figure near the top), Aphrodite, Athene, Zeus, Hermes and Hera.
In 657 BC Greek traders from Milet (in Turkey, to the south of Izmir) founded their first settlement on the Black Sea and named it Istros after the old Greek name for the Danube. Four further towns on today’s Romanian Black Sea coast followed, including Constanta. Histria counts as the oldest town in Romania.

 

 

 

Durch die Fenster des Museums hindurch erkennt man die Landschaft der Umgebung: flach, schilfig, sumpfig und voller quakender und flatternder Tiere. Für Ornithologen ist dieses riesige Seengebiet, das den untersten Ausläufer des Donaudeltas darstellt, eine wahre Schatzkammer. Wieder einmal bedauern wir unsere anfängliche Ignoranz. Hätten wir um die Bedeutung dieses Ortes gewusst, wäre viel mehr Zeit für die Vogel- und Ruinenbeobachtung von uns eingeplant worden.
Doch freuen wir uns an dem, was wir sehen dürfen: auf diesem Bild Teile von ineinander zu steckenden archaischen Wasserrohren, Beweis für den hohen technischen Standard im alten Histria.

Through the museum windows the surrounding landscape can be seen: flat, reedy and marshy and filled with squawking and wing-flapping life. For ornithologists this southernmost edge of the Danube Delta is a treasure trove. Once again we regret our lack of foreknowledge. If we had known more about the place and its surroundings, we would have planned more time here to both look at the ruins and to watch the birds.
But anyway, we enjoy what we have time to see: in this picture the ancient water-pipe sections made to fit nicely into each-other are a sign of the technical achievements here.

 

 

 

An der Ausgrabungsstätte und in der Umgebung wurden zahlreiche Töpferwaren, Kunst- und Gebrauchsgegenstände, Grabmäler, Pilaster und vor allem eins gefunden: Münzen. Die Stadtgründer brachten die Kunst des Münzprägens aus Milet mit und revolutionierten dadurch das Handelswesen. Die berühmteste Münze aus Histria zeigt auf der Oberfläche zwei Köpfe. Damit beide nebeneinander auf ihr Platz hatten, musste eine kopfstehen.
 


At this archaeological site and in the surrounding area numerous pottery and artistic items, utensils, gravestones, columns and, above all, coins have been found. The founders brought with them from Milet the skill of minting coins, which revolutionized trade. The most famous coin from Histria shows two heads on one of its sides, one of them inverted.

Die Stadt Histria hat die Zeiten nicht wie Constanta überdauert. Sie stand 14 Jahrhunderte lang in Blüte (vom 7.Jh. v.Chr bis 7.Jh. n.Chr), sah Hellenen, Thraker, Römer und Byzantiner kommen und gehen, und ging dann doch durch einen verheerenden Einfall der Awaren und, vielleicht noch bedeutungsvoller, durch den allmählich versandenden Hafen unter. Die Stadt wurde verlassen und verschwand aus dem Wissen der Menschheit. Erst 1914 entdeckte sie der berühmte rumänische Archäologe Vasile Parvan wieder. Seitdem wird dort (mit Unterbrechungen) gegraben.

In contrast to Constanta, Histria did not survive as a town until today. It flourished for about 14 centuries, from the 7th BC to the 7th AD, and saw Hellenes, Thracians, Romans and Byzantines come and go, until a devastating attack by the Avars and, maybe finally more significant, the increasing sanding-up of the harbour. The town was abandoned and lost to human knowledge until the famous Romanian archaeologist Vasile Parvan rediscovered it in 1914. Since then archaeological excavation has continued with some interruptions.    

 

 

 

 

 

Hier ein Luftbild jüngeren Datums von Histria mit Dank an das dortige Museum. Wie ein Keil schiebt sich die Stadt in den See Sanoe (1) hinein, der früher die Schwarzmeerküste darstellte. Das Stadtbild wird durch die spätrömische Stadtmauer(2) geprägt. Ungefähr in der Mitte dieser Stadtbefestigung führt durch das große Tor hindurch (3) ein Weg in die Stadt hinein. Innerhalb der Mauern stößt man direkt auf den Öffentlichen Bereich (4) mit Forum, Basiliken und , wandert man ein wenig nach rechts, Warenhäusern.

Here is an aerial view of Histria, with thanks to the museum. The town form a wedge out into Lake Sanoe (1), which used to be the Black Sea coast. The town is dominated by the late Roman town walls (2). Approximately in the middle of the fortification is a road into the town through the main town gate (3). Inside the walls are the public area (4) with Forum, Basilicas and, further to the right, warehouses.

 Dieser Bereich geht nahtlos in den Erholungsbereich, in die ausgedehnten Thermen über (5). An diesen schließt sich der Wirtschaftsteil mit den Handelshäusern (6) an. Wie auf dem Bild gut zu erkennen, führt auch an dieser rechten unteren Ecke ein Weg durch ein Tor (7) in die Stadt. Durch diesen sind wir hineingegangen, nachdem wir vorher das Museum (8) angeschaut haben.
Von den Bädern führt ein Pfad an der grossen Basilika vorbei (11) in die Spitze des Keils, wo tüchtig gegraben wurde.

This area adjoins the leisure area with the Roman baths (5). After that is the commercial area with traders’ buildings (6). Easily visible on the map is a further road leading into the town through a gate (7) near the corner, which is the way we enter, after looking at the museum (8).
A path leads from the baths past the ruins of a large basilica (11) towards the point of the wedge, where excavations are going on.

Dabei entdeckte man die Wohnviertel (9). Wendet man sich nun nach links, stößt man schließlich in der linken Ecke der Stadtbefestigung auf den Sakralen Bereich (10). Hier befand sich neben zwei weiteren hellenistischen Tempeln  der im Museum ausgestellte Zeustempel.

Soweit sind wir jedoch nicht gekommen. Nach dem Wohnviertel (9) wandten wir uns nach links und stießen rasch auf den anfangs beschriebenen Öffentlichen Bereich (4). Durch das davor liegende Tor (3) haben wir Histria schließlich verlassen.
Die Ausdehnung der Stadt änderte sich im Lauf der Jahrhunderte. Tatsächlich nahm sie bei ihrer Gründung einen weit größeren Raum ein, schrumpfte dann, blähte sich unter besseren Umständen wieder auf und zog sich schließlich auf den heute sichtbaren Kern zurück. Doch es finden sich noch viele vorgelagerte Mauerreste aus den früheren Jahrhunderten.

This is where a housing area was (9). Turning to the left, one can then reach the Sacral Area (10).  Here was the Temple of Zeus portrayed in the museum, together with two further Hellenic temples.

Unfortunately we don’t get as far as that. After the housing area (9) we turn left and reach the public area (4) mentioned above. We leave ancient Histria through the main gate ahead (3).  

The extent of the town changed over the centuries. After its foundation it took up more space, then shrunk, grew again when the situation improved and finally reduced to the now visible kernel. Outside the town are many remains of walls of previous centuries.   

 

 

 

 

 

Unser erster Anblick von Histria. John steht vor der römischen Stadtmauer (2) mit ihren Turm-Ausbuchtungen und betrachtet eine Schautafel. Ganz rechts führt der Weg durch das untere Tor (7) in die Stadt.

Our first view of Histria itself. I am looking at the presentation board near the Roman town-wall (2) with its towers and indentations. The path on the far right leads through the gate (7) into the town. 

 

 

 

Kurz hinter dem Tor stehen wir in den beeindruckenden Ruinen der römischen Thermen (5). Die verschiedenen Türöffnungen führen zu dem Kaltwasserbecken (li), dem "Wellness"- oder Sportbereich (Mitte) und zum Heißwasserbecken (re). Unser Standpunkt liegt bei dieser Aufnahme mitten im Lauwarmwasserbecken.

A short distance beyond the gate are the impressive ruins of the Roman baths (5). The various doorways lead to the cold-water bath area(‘Frigidarium’, l), to the sport area (‘Gymnasium’, m) and to the hot-water bath area (‘Calidarium’, r). We are (unwittingly) standing in the warm-water bath area (‘Tepidarium’) to take the picture.   

 

 

 

Diese Tür ist der Zugang zum Heißwasserbecken (Calidarium) (li), auf dem man gut die Durchlässe für die Heizungsrohre erkennen kann. Stücke dieses Rohrsystems sind im Museum ausgestellt (re).

The door (l) leads to the hot-water bath. Below are arched spaces to take the pipes, some of which are displayed in the museum (r).

 

 

 

Vor dem Raum mit dem Kaltwasserbecken (Frigidarium, re) befindet sich ein steinerner Brunnen (li).

The top of a stone well (li) stands near the entrance to the cold-water bath area (r).

 

 

 

Wir stoßen auf einen skandinavischen Biologiestudenten, der einen geheimnisvollen Sack mit sich trägt. Auf unsere Nachfrage greift er hinein und zieht eine Schlange heraus, eine von offensichtlich mehreren. Er betreibe hier Teile seines Studiums, teilt er uns mit, dies sei ein wunderbarer Ort dafür. Er habe schon über 40 Schlangenarten gefunden.

We meet a Scandinavian biology student carry a mysterious sack with him. We stop to chat and he explains that he is looking for snakes as part of his studies and shows us one of the ones in his sack. He says this is an excellent area for snakes and he has already found over 40 different types.

 

 

 

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Bevor wir uns jetzt zum Wohngebiet am See begeben (in der Nähe des Turms am Horizont), ein Blick von der Mauer auf den gerade beschriebenen Teil der Stadt.
Ganz links sieht man ein paar Ruinen des Öffentlichen Bereichs mit dem Forum, an das sich vorne ein Warenhaus und dahinter eine Basilika anschließen. Das weiße Schild dahinter am Horizont markiert übrigens die Stelle des Sakralen Bereichs. In der Mitte vorne erkennt man einen Platz, an den sich rechts die hohen Mauern der Thermen anfügen. Am Bildrand rechts in der Mitte sind Reste des Wirtschaftszentrums zu sehen, hinter dem man den früheren Hafen vermutet.

Before we go on to the housing area (9) near the lake (near the tower on the horizon), a view of the area just described from the town-wall.
Far left are ruins of the public area. The white sign on the horizon marks the Sacral Area. In the centre foreground is a piazza, with the high walls of the baths starting on the right of it. Far right in the middle distance are remains of the commercial area, behind which the former harbour is thought to lie.     

 

 

 

Ein Blick zurück zur Stadtmauer mit den Thermen (li), dem öffentlichen Platz und Warenhäusern (re). Der Biologiestudent sucht noch immer die Mauern nach Schlangen ab.

Die in ihrem Mutterland oder Kolonien von Platz- und Wirtschaftsproblemen geplagten Hellenen um das 7.Jh. vor Chr. (siehe auch Selinunte in Sizilien) gingen bei ihren Eroberungen planmäßig vor: Ca. 200 Mann landeten an einer geeigneten Küste. Sofort wurde in Meernähe ein Altar für Apollo errichtet, während gleichzeitig das Land vermessen und abgesteckt wurde. Die Städte sind deshalb klar in verschiedene Bereiche gegliedert und rasterförmig angelegt. Kein Vergleich zum chaotischen Wildwuchs der westeuropäischen Städte im Mittelalter!
Mit Frauen versorgte man sich aus dem Hinterland, was zweifellos häufig auf grobe Art geschah, aber auch rasch zu einer Vermischung der Völker führte.

The view back towards the town walls, with the baths on the left. Away to the right the row of warehouses leading to the public area. The biology student is on the wall still hunting for snakes.

The Hellenes, who suffered from economic and also space problems in their home-country around the 7th century BC (see also Selinunte in Sicily), carried out their settlement conquests systematically. About 200 men landed on a suitable coast. Immediately an altar for Apollo was erected near the sea and the area was surveyed and marked out, so the towns are clearly laid out in functional areas and the streets have a grid pattern. No comparison to the uncontrolled growth of West-European mediaeval towns!
Women were collected forcibly from the surrounding area, which led to a rapid mixing of the races.

 

 

 

Mehrere Basiliken bezeugen, dass die Stadt bis in die frühchristliche Zeit bewohnt wurde. Bei unserem Wandern Richtung See kommen wir an den Resten der größten Basilika der Dobrogea vorbei, der sog. Bischofsbasilika, die 60 x 30m groß ist (11). Sie wurde im 6.Jh. nach Chr. erbaut, mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

Several basilicas demonstrate that the town was occupied well into the early Christian era. On our walk towards the lake we pass the remains of the largest basilica (60m x 30m) in the Dobrogea, the so-called Bishop’s Basilica (11). It was built in the 6th century AD and destroyed and rebuilt several times after that. 

 

 

 

Überall wuchern wunderschöne Disteln. Ich meine, dass es sich um die sog. "nickende Distel" handelt.

Plenty of thistles growing in the ruins add colour to the scene.

 

 

 

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Wir sind im ehemaligen Wohnbezirk (9) der Stadt angelangt. Planmäßig angelegte Häuserzeilen. Auch die Römer wussten, wie man eine Stadt anzulegen hat. Eigenheime mit säulenbegrenzten Innenhöfen: Wer würde sich heutzutage nicht glücklich schätzen, so etwas zu besitzen?

We have reached the housing area (9) of the town with its tidily laid-out rows of houses. The Romans knew how to plan a town too! Pleasant houses with pillared courtyards and all that not far from the sea!

 

 

 

Zumindest diese Säule ist älter. Sie besitzt ein ionisches, also griechisches Kapitell. Haben die Römer sie wiederverwendet, beibehalten?

At least the column on the right is older, shown by its Ionic capital. Did the Romans reuse it or leave it standing, or maybe it has recently been re-erected?

 

 

 

Wir kommen ans Ende unseres Rundgangs. Wir müssen heute ja noch Murighiol im Donaudelta erreichen. An Apsis und frühchristlicher Kirche entlang nähern wir uns dem Öffentlichen Bezirk (4) und dem Forum der Stadt. In der Mitte der Stadtmauer werden wir durch den Haupteingang die Stadt verlassen.

We still have the drive to Murighiol ahead of us, so we shorten the visit by not going to the Sacral Area (10).  We past the apse of an early Christian church on our way to the public area (4) and the town Forum. We leave the town through the main gate (3) in the middle of the town walls here ahead of us.

 

 

 

Ein Blick von Außen durch das Haupttor ins Innere. Vier Türme bewachten diesen Eingang. Wagenspuren sind tief in das antike Straßenpflaster eingegraben. Wir haben nicht mehr genug Zeit, um das zu entdecken.

The view back into the town through the gate and the way we have just come. The entrance was guarded by four towers. There are apparently wagon tracks still visible in the ancient paving stones, but we unfortunately don’t notice at the time.

 

 

 

Der Blick zurück auf die römischen Stadtmauern. Inschriften auf Mauersteinen belegen, dass sie mit Steinblöcken aus Wohnhäusern vorangegangener Epochen errichtet wurden.
Die Stadt Histria hat übrigens ihre Gründungskolonie, die Stadt Milet in der Türkei, bei weitem überlebt. 494 vor Chr. eroberten die Perser Milet und schleiften es brutal. Die Stadt erholte sich von dem Schlag nie mehr. Histria hatte dagegen noch 1000 Jahre Blütezeit vor sich.

A last look back at the Roman town walls. Inscriptions and the stones in the wall show that material from houses of an earlier period was used in building it.
Incidentally, the town of Histria, although today a ruin for many centuries, long outlived Milet, its mother city. That was conquered by the Persians in 494 and razed to the ground and afterwards never recovered. In contrast, Histria flourished for another 1000 years.

 

 

 

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