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 E & BJ Capper Nagold 2006/2007

 

15. - 16.5.2006

Bucureşti
Bukarest / Bucharest

Ein gestresster Besuch

A rather stressed
visit

Bukarest haben wir unserer defekten Minolta-Kamera zu verdanken. Einen Besuch dieser 2,3 Millionen Stadt wollten wir uns ersparen, auch die mühselige Fahrt durch die (dramatischen) Südkarpaten bis ins tiefe Flachland der Walachei. Als nächste Station hatten wir ans Donaudelta gedacht - endlich reine Natur nach zahlreichen Stadtvisiten (siehe oben).
Nur die eingeschränkte Leistungsfähigkeit unserer Panasonic-Kompaktkamera bedrückt uns. Das vor dem Urlaub sorgfältig zusammengekaufte Zubehör für die Minolta wie Nahlinse, UV- und Polfilter- alles nutzlos geworden. Die Panasonic lässt keinen zusätzlichen technischen Schnickschnack zu. Bei hellem Außenlicht sieht man nicht einmal, was man überhaupt knipst. Viele Details und manchmal das komplette Bild macht der kleine LCD-Bildschirm nicht sichtbar. (Wir wollen hier keinen falschen Eindruck vermitteln: die Panasonic Lumix DMC-LZ2 ist eine exzellente Kleinkamera mit vielen Vorteilen.)
John sagt, ohne bessere Kamera fahre er nicht ins insekten- und vogelreiche Donaudelta. Wir wissen auch, was wir wollen: eine digitale Spiegelreflexkamera von Canon, in Deutschland inzwischen durchaus erschwinglich. Die Suche danach war in Sibiu und Brasov erfolglos geblieben. "Bukarest, da bekommt ihr alles!", ist die einhellige Meinung der transsilvanischen Händler.

That we visit Bucharest at all is thanks to our defective Minolta camera. The plan was not to visit the 2.3 million city nor to cross the Carpathians in the southerly direction into the plains of Walachia, but to aim directly for the Danube Delta - pure nature at last after all the towns we have seen.
However, the limited capability of the small Panasonic depresses us. The close-up lens and filters that we have carefully collected for the Minolta before setting off on the trip are now useless. We haven’t been successful taking close-up pictures with the Panasonic and in strong light the LCD display is difficult to see - you can only point the camera and hope. Also the zoom factor is less than the Minolta. (But we don’t want to give the wrong impression here: the Panasonic Lumix DMC-LZ2 is an excellent small camera with many advantages.)
I thought it a waste to visit the Danube Delta with its world-famous bird and insect population, and not to have an appropriate camera. We know what we want to buy, a digital SLR from Canon (EOS), which we could buy in Germany for a reasonable price. In Sibiu and Brasov we haven’t been successful, but the dealers there tell us - ‘in Bucharest you can buy anything”.

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Bukarest/Bucharest 5.2006

So kommt es, dass wir uns noch am Abend nach unserer Karpatendurchquerung im Herzen von Bukarest wiederfinden, mitten auf dem Platz der Einheit (Piata Unirii).
Nach allen Richtungen gehen von hier die mächtigen Einkaufsboulevards der Stadt aus. In Blickrichtung wird am Horizont der Palast des Volkes sichtbar (ein Drittel von rechts), der versteinerte Beweis von Ceausescus Größenwahn. (Siehe auch ganz oben.)
Um den Palast und die 3,2km lange Prachtstraße, die dahinführt (und auch hinter uns weiterführt), bauen zu können, ließ der Diktator ein Fünftel der Altstadt abreißen. 40 Kirchen verschwanden völlig, 70000 Einwohner wurden über Nacht umgesiedelt.
7000 Springbrunnen, die meist trocken liegen, zieren die Prachtstraße. Wir haben das Glück, sie in Aktion zu erleben.

Thus it is that after crossing the Carpathians with the caravan in bad weather and on bad roads we find ourselves the same evening in the heart of Bucharest at Union Plaza (Piata Unirii).
From here the mighty shopping boulevards of the city lead off in all directions. In the distance (right of centre) the Palace of the Parliament, (still also known by its Communist period name ‘House of the People’), can be seen - a stone memorial to Ceausescu’s megalomania. (See also picture at top.) To build the palace and the 3.2 km Union Boulevard leading to it (and on behind us), the dictator had a fifth of the old city demolished. 40 churches disappeared completely, 70000 inhabitants were displaced.
7000 fountains decorate the boulevard. Apparently we are fortunate to see them working. 

 

 

 

Am Piata Unirii befindet sich das große Einkaufszentrum Unirii. Es ist in einer der Betonburgen untergebracht und entsetzlich verwinkelt und stickig. Obwohl das allgemeine Warenangebot riesig zu sein scheint, können wir, obwohl wir alle Fotoläden absuchen, keine digitale Spiegelreflexkamera auftreiben. Und die Kameras westlichen Standards, die es gibt, haben einen völlig überhöhten Preis.
Ernüchtert verlassen wir das Einkaufszentrum und mischen uns unters zahlreiche Volk und die zahllosen streunenden Hunde Bukarests. Diese Hunde mussten die früheren Anwohner loslassen, als sie zur Umsiedlung gezwungen wurden. Wie in einer Parallelgesellschaft leben diese verwahrlosten Tiere unter den Menschen, ihre Anzahl wird auf bis zu einer halben Million geschätzt. Meist sind sie harmlos und apathisch, doch man hört auch von 200000 Hundebissen jährlich, die in Bukarests Krankenhäusern behandelt werden müssen.

At the Union Plaza is the large Unirii shopping mall. It is in one of the large concrete blocks and is a rather airless labyrinth. The general range of goods on offer is very large, but although we visit all the photo shops, we don’t find the digital SLR camera we are looking for and the cameras of international standard seem overpriced.
Sobered, we leave the shopping mall and join the crowds outside again. There are also numerous stray dogs in the side streets, many of them descendants of those owned by the people who were displaced during the large building project and could not keep their dogs. Apparently the stray dogs - estimated at 1/2 million in Bucharest - live in a sort of parallel world. Most are harmless but you hear of about 200000 dog-bites annually needing hospital treatment.

Wir suchen weiter nach der Kamera. Am Ende der Prachtstraße solle sich eine moderne "Mall" befinden, sagt man uns, und wir machen uns, schon reichlich erschöpft, auf den Weg dorthin. Ein Kanal kreuzt die Straße. Im brackigen Wasser angeln einige Anwohner.
In den Betonburgen entlang der Straße sollte nach Ceausescus Willen die Nomenklatura untergebracht werden. Die Wende kam, bevor sie einziehen konnte. Heute bröckeln einige Fassaden bereits. Die gnädige Natur bedeckt mit wucherndem Grün das triste Grau der Mauern und verleiht diesen Boulevards doch allmählich so etwas wie einen parkähnlichen Anstrich.

We continue our search for a camera. At the end of the Union Boulevard there is supposed to be a modern mall and we set off - already rather tired - to find it. We pass a canal in which some inhabitants are angling.
The concrete blocks along the boulevard were planned for use by the nomenklatura, but the regime collapsed before they could move in. Some of the facades are crumbling already. Merciful nature is covering some of the dull grey walls with green and gives the boulevards a certain park appearance.

 

 

 

So wie Hitler im Großen ganz Europa veränderte und in Millionen privater Leben (oft tödlich) eingriff, hat sich die Diktatur Ceausescus mit noch immer sichtbaren Wunden ins Fleisch der rumänischen Nation hineingefressen, am offensichtlichsten in der Hauptstadt Bukarest.
Was von weitem wie ein Prachtbau aussieht, entpuppt sich als riesige, zerbröckelnde Bauruine. Die geplante stolze Staatsbibliothek wurde, wie einige andere Repräsentationsgebäude der Stadt auch, dem Verfall preisgegeben. Wie ein Menetekel prangt an der Stirnseite des Gebäudes die Jahreszahl 1989, (siehe unten).

Ein äußerst freundlicher älterer Herr erklärt uns auf unsere Frage nach der "Mall", dass die Strecke zu weit zum Laufen sei. Wir nehmen einen der vielen Busse und lassen uns die endlose Straße entlang befördern, erwischen aber die falsche Haltestelle und wenden uns wieder an einen Passanten, diesmal einen englisch sprechenden rumänischen Studenten. Er lässt es sich nicht nehmen, uns durch das Gewirr der jetzt kleinen Gassen ein Stück weit zu begleiten. Die Hilfsbereitschaft der hiesigen Bevölkerung und ihre freundliche, direkte Art haben uns immer wieder überrascht. Und das, obwohl Zeichen großer materieller Not nicht zu übersehen sind. John legt unaufgefordert einer zerlumpten, apathischen alten Frau, die auf dem Bürgersteig kauert, ein paar Münzen in den Schoß. Behinderte Menschen benützen selbst gebastelt wirkende Krücken oder hocken auf Rollstühlen, die aus einem alten Brett mit vier Rädern bestehen. Der Antrieb sind ihre sich abstoßenden Hände auf dem dreckigen Straßenpflaster. Unser Wunsch nach einer Luxuskamera erfährt gehörige Dämpfer.

As Hitler impacted Europe both as a whole and in the detail of the often fatal effect on millions of private citizens, so also the dictator Ceausescu bit his way into the flesh of the Romanian nation and created wounds that are often still visible, particularly in the capital of Bucharest.
What from a distance looks like a magnificent building emerges as an unfinished and already partially crumbling building project. The proudly planned National Library is being allowed to fall into decay, as are apparently other representative buildings in the city. On the front of it is a sign with the year ‘1989’, which seems in hindsight like biblical writing on the wall for Ceaucescu, (see below).

We ask an older businessman the way to the mall and are told in a very friendly way that it is much to far to go on foot. We take one of the buses along the endless roads but unfortunately get off at the wrong stop. Again we ask the way - this time it is a young Romanian student who speaks good English. He insists on leading us for a stretch through the side roads. The friendliness and helpfulness of the Romanians surprises us yet again. And that although the signs of great poverty of some of the population are evident. For example, some handicapped people were using what looked like home-made crutches, or wheelchairs made of a board and four roller-wheels and driven by hands pushing on the dirty floor surface. Our desire to buy a luxury camera suffered considerable damage!

 

 

 

Am unteren Ende des "Einheitsboulevards" (B. dul Unirii) befindet sich der Platz (Piata) Alba Iulia. Nicht weit davon entfernt finden wir die "Mall", ein modernes, futuristisches Einkaufszentrum mit einer Glaskuppel, die Manifestation des modernen Bukarest, das sich unübersehbar in einem riesigen Umbruch befindet.
Die Mall ist von gut gekleideten Käufern überschwemmt, die Preise sind gepfeffert, und es scheint wirklich alles zu geben - bis auf eine digitale Spiegelreflexkamera. Wir gönnen uns ein Mahl bei "Kentucky fried chicken" und beginnen, uns von unserem Wunsch nach gehobener Fotografiertechnik zu verabschieden.

At the other end of Union Boulevard is the Alba Iulia Plaza. Not far from it we find the shopping centre, a modern futurist mall with a glass cupola. This is a symbol of modern Bucharest, which is clearly in the middle of enormous upheavals.
The mall is full of well-dressed customers. Prices are high and everything seems to be available - except the SLR we are looking for. We get a quick bite at the Kentucky fried chicken (price about the same as in Germany) and start getting used to the idea of not getting another camera.

 

 

 

3,2 Kilometer schnurgerader Prachtstraße (Ceausescu achtete darauf, dass sie 60m länger wurde als die Champs Elysees) trennen den Platz Alba Iulia vom Palast des Volkes - von den Rumänen "Palast des Sieges über das Volk" genannt. 400 Architekten planten es, 20000 Arbeiter kamen zum Einsatz, die Höhe beträgt 84m, die Tiefe unter der Erde anscheinend ebenfalls, es ist das zweitgrößte Gebäude der Welt (nach dem Pentagon) und vom Weltall aus sichtbar. Es wurden nur edelste rumänische Materialien eingesetzt.
Um all das mit Devisen bezahlen zu können, wurden rumänische Produkte rigoros in den Westen verkauft, während in den letzten 10 Jahren des Regimes Lebensmittelmarken an die Bevölkerung ausgegeben werden mussten. Im Winter wurde kaltes Wasser durch die Heizungsrohre der Wohnhäuser geleitet, um ein Einfrieren zu verhindern.
Beim blutigen Aufstand in Bukarest, der 1989 den Zusammenbruch des kommunistischen Regimes bewirkte und zur Erschießung des Ehepaares Ceausescus führte, war der Palast zu 70% vollendet. Man erwägte einen Abriss, was wirtschaftlich aber auch sinnlos gewesen wäre. Heute ist er zu 90% fertig und Sitz des Rumänischen Parlaments, Tagungszentrum und Museum. Ihn zu beheizen soll Unsummen verschlingen.
Oberhalb des auf 4 Stockwerke ausgelegten Gebäudes befindet sich ein riesiger Balkon, auf dem Ceausescu vom Volk bejubelt werden wollte. Der einzige, dem hier wirklich zugejubelt wurde, war nach der Wende Popstar Michael Jackson, der sich von hier aus den Massen zeigte und die Stadt mit dem Ausruf begrüßt haben soll:" Hello Budapest!"

3.2 km of dead straight Union Boulevard, (Ceausescu took care to make it 60m longer than the Champs Elysees), separate the Plaza Alba Iulia from the Palace. The former name Palace of the People was mockingly quoted as ‘Palace of the Victory over the People’ by Romanians. 400 architects planned it, 20000 workmen were employed building it. It is 84m high and apparently the same depth under the earth. It is the second largest building in the world (after the Pentagon) and is visible from outer space. It was built with the most valuable materials available in Romania.
To get foreign currency to pay for all of this, Romanian produce was rigourously exported to the West, while during the last 10 years of the regime food for the population was rationed. In the winter cold water was fed through the heating systems of housing blocks to prevent freezing.
At the time of the bloody uprising in Bucharest in 1989, which resulted in the collapse of the Communist regime, the summary execution of Ceaucescu and his wife after a brief trial, the Palace was 70% finished. Demolition was considered, but would have been economically pointless. Now it is 90% finished and is the seat of the Romanian Parliament, a conference centre and a museum, among other things. Heating it is enormously expensive.
On the roof of the four-storey building is a huge balcony area, on which Ceausescu wanted to be cheered by the crowds. The only person who was really cheered by the crowds on the balcony was Michael Jackson, who showed himself to he masses here and is said to have greeted the city with ‘Hello Budapest’!    

 

 

 

Auf unserer Rückfahrt - mehr eine Irrfahrt durch endlose unbeschilderte Industrie- und Wohnviertel - zum im Norden der Stadt gelegenen Campingplatz geraten wir in der Dunkelheit in ein riesiges Schlagloch. Danach blinkt eine Warnleuchte im Armaturenbrett. Die Bedienungsanleitung klärt uns darüber auf, dass die elektronische Motorsteuerung beschädigt sei und wir sofort eine Audi-Werkstatt aufsuchen sollen. Oh nein, nur kein Motorschaden in Rumänien! Nach wenigen Minuten erlischt das Lämpchen wieder, doch von nun an sitzen wir wie auf Kohlen. John sucht schon mal die Telefonnummer der ADAC-Vertretung in Bukarest heraus. Wir sehen das Ende unserer Reise nahen.
Den nächsten Tag verbringen wir damit, die sanftere Umgebung Bukarests zu erkunden und vielleicht ein weiteres Aufleuchten der Warnlampe zu provozieren. Immer noch besser ein Motorschaden in Bukarest als im Donaudelta!

Dies soll auch erklären, warum wir uns der Hauptstadt nicht mehr genähert haben. Unsere Eindrücke von Bukarest sind bruchstückartig. In den restlichen Stadtvierteln gibt es durchaus sehenswerte Gebäude, alte Kirchen, einen Triumpfbogen, Schlösser und alte Villen, vieles allerdings durchsetzt von modernen sozialistischen Betonbauten.
Doch heute fahren wir zur Seenlandschaft nördlich der Stadt, zu Bukarests (plastikvermülltem ) Naherholungsgebiet.

On our trip back to the rather cramped (alhough early in the season) city camping site on the north of Bucharest in the dark - more an Odyssey through endless (and signpostless) industrial and residential areas - we hit a huge pothole. After that a warning lamp on the console starts to blink. The owner’s manual explains that the electronic controls of the motor are damaged and that we should immediately visit an Audi service agent. The thought of motor damage in Romania is a nightmare. A few minutes later the lamp goes out, but after that we are on tenterhooks. I look up the number of our ADAC motoring club travel service to be ready if necessary to ring the next day. We see an ignominious and premature end to our trip coming.
The next day we set out cautiously with the double aim of locating a service agent and also seeing what we can see while waiting for the warning lamp to start flashing again. Better motor damage while in Bucharest than in the wilds of the Danube Delta.

This explains why we didn’t drive back into Bucharest again and why our impressions of the capital are only fragmentary. We understand there are fascinating things to see, but we are in no frame of mind to appreciate a busy, crowded city with heavy traffic and bad roads.
So instead we drive out to the north, to a popular recreational lake area. The picture shows Lake Snagov which is beautiful from a distance, but is spoiled by shores covered in rubbish. (E.g. the white thing in the middle of the picture is a plastic bag.) This somehow confirms our feeling that it is time to move on.

 

 

 

Inmitten eines Sees befindet sich eine kleine Insel, auf ihr ein Kloster und in diesem anscheinend Draculas (Vlad Tepes') Grab.
Ein Schild weist uns die Richtung zur respektabel aussehenden Fähre.

In the middle of Lake Snagov is a small island of the same name on which there is a monastery with Dracula’s (Vlad Tepes’) grave in it.
A sign points to it and to the respectable-looking ferry to get to the island.

 

 

 

 

 

Dies ist schließlich die Fähre, mit der wir übersetzten sollen, und zwar nicht eins der beiden Boote links und rechts, sondern das wie ein ausgehöhlter Baumstamm wirkende Miniboot in der Mitte. Wir haben größte Zweifel, ob das geht, doch der junge Mann bedrängt uns, und so wagen wir es einzusteigen. Der Bootsrand sinkt fast auf Wasserniveau. Zwanzig Euro soll die Überfahrt kosten. Wir fühlen uns ausgenommen. Dafür werde er uns auch sicher und zu unserer Wunschzeit zurückbringen, meint der eigentlich sympathische Rumäne. In Ermangelung eines Alternativplans willigen wir schließlich ein. Soll das halt heute sein Tag werden.

When we get to the lake, (100m rather than the 500m on the sign - our mistake), we see that the ‘ferry’ is the punt in the middle of the picture. We are rather dubious, but the young man insists it is safe. We discuss the price and lose hands down. We are now rather embarrassed to admit to paying 20 Euros for the return trip, but at the time we saw no alternative.
Anyway, the very friendly Romanian agreed to pick us up any time for the return trip and kept to his word (picture). He had a good day’s business, but if you go there, look for the proper ferry.

 

 

 

Nach wenigen Minuten sehen wir zwei Türme der Klosterkirche zwischen den Weiden hervorlugen.

After a short distance the towers of the monastery are visible through the willow trees. 

 

 

 

Es sind nur wenige Meter zu der schönen Backsteinkirche, von der nur noch einzelne Teile wirklich alt sind. Innen gibt es für 5 Euro Wandmalereien und eine unspektakuläre Bodenplatte zu betrachten, anscheinend Vlad Tepes' Grab.
Dieser wurde 1476 von Türken gefangengenommen und enthauptet. Sein Kopf wurde in Honig eingelegt und nach Konstantinopel gebracht, der Rest kam ins Kloster Snagov. Als man das Grab 1931 öffnete, war es leer. Fürs Fotografieren des leeren Grabes möchte die Aufsichtsdame 30 Euro. Wir sind entsetzt. Viele Rumänen, dieses Gefühl stellt sich ein, können mit Touristen oder deren Geldbeutel noch nicht angemessen umgehen. Doch so lange es dumme Touristen gibt, die für eine winzige Überfahrt 20 Euro zahlen...

It is only a few metres to the pretty brick church building, of which only a few parts are really old. Inside it costs another 5 Euros to look at the murals and at an unspectacular grave stone, apparently Vlad Tepes’ grave.
He was captured by theTurksin 1476 and beheaded. His head was preserved in honey and taken to Constantinople, the rest came to Snagov Monastery. When the grave was opened in 1931 it was empty. To photograph the empty grave the overseer wants another 30 Euros. We are horrified and not interested at that price. It seems that many Romanians can’t yet assess tourists and what they are find reasonable to pay, but as long as there are stupid tourists are prepared to pay 20 Euros for a short crossing ..... 

 

 

 

Diese kleine Holzkirche gefällt uns schon besser und wir hätten sie gern besichtigt. Wir werden jedoch schnell vertrieben.

The little wooden church nearby on the island looks much more interesting and we would like to have visited it, but are quickly told it is off bounds.

 

 

 

Hier in der Walachei sehen wir zum ersten mal Roma-Angehörige, die in ihren bedachten Pferdewagen offensichtlich wohnen. Innen befinden sich häufig mehrere Personen und ein richtiger Haushalt.

Off the island again, here we see for the first time in Walachia Roma people on the road with their horses and roofed living cart. Inside there are often several persons and a complete household. 

 

 

 

In der Nähe liegt das Kloster Tiganesti, das auch durch die kommunistischen Zeiten hindurch aktiv blieb. Es besitzt eine riesige Weberei für Brokat- und sakrale Stoffe, die besichtigt werden kann.

Nearby is the Tiganesti Nunnery, which remained active right through the Communist regime. It has a weaving mill, which can be visited, making brocade and other cloth for religious use.

 

 

 

 

 

Im Nonnenkloster befinden sich heute 150 offensichtlich eifrige Nonnen. Sehenswert soll das Kloster wegen seiner reich mit Blumen geschmückten Anlage sein, die ihre besten Zeiten noch erwartet.

The nunnery has 150 nuns today. We saw some of them in action helping local women.
The nunnery is famous for its flowers, but it is still rather early in the year for them.

 

 

 

Zu Füßen des Klosters liegt ein kleiner See, der umsäumt ist von von gelb blühendem Iris.

Behind the monastery is a small lake surrounded by beautiful yellow flowering irises.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Tiganesti 5.2006

Das angsterregende Warnlämpchen hat sich nicht mehr gezeigt (auch während des Rests der Reise nicht - dafür gibt es andere Probleme). Von diesem insektenumschwirrten und vogelreichen Biotop lassen wir uns einstimmen auf das nächste Kapitel unserer Rundreise: die Schwarzmeerküste mit dem Donaudelta.

During our short monastery tour the worrying warning lamp hasn’t lit up again, (and it didn’t for the remainder of the trip either, but there were other problems instead!). So here in this small refuge for insects and birds we start to acclimatize to where we head for next and describe in the following chapters - after the Black Sea coast north to the Danube Delta.

 

 

 

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