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 E & BJ Capper Nagold 2006/2007

 

27. - 31.5.2006

Săpânţa

und die Rückfahrt

and back home

Nach fünf Tagen ohne richtigen Campingplatz - den letzten seiner Art haben wir im Donaudelta gesehen - ist unser Entzücken grenzenlos, als wir am Abend in Sapanta in einen ordentlich beschilderten und umzäunten Platz einfahren und vom äußerst freundlichen Besitzer zur schönsten Ecke gelotst werden: unter uns frisches Grün, neben uns ein reißendes Flüsschen und hinter uns das exzellente kleine, platzeigene Restaurant, dem wir von heute an unverbrüchliche Treue schwören. Doch davon weiter unten mehr.
Der Übernachtungspreis ist äußerst gering, der Betreiber erzielt wahrscheinlich mehr Gewinn aus dem Restaurantbetrieb (jedenfalls von uns). Den steckt er dann in den Rohbau, auf dem Bild hinter unserem Future zu sehen. Auf diese Art will er langsam, aber sicher ein schönes Gästehaus und ausreichende Sanitäranlagen aufbauen. Die jetzigen sind zwar neu und sauber, aber viel zu wenig für den Ansturm an Campern, der in den nächsten Tagen erfolgen soll (eine Gruppe mit 17 Wohnwagen aus - na, woher schon? - den Niederlanden wird erwartet).

After 5 days without a proper camping site - the last one was in the Danube Delta - we are very pleased in Sapanta in the evening to drive into a tidily fenced-in site, to made welcome by the friendly owner who shows us to this most attractive place for our caravan. We are on fresh green grass, near a rushing stream and very close to the small onsite restaurant (roof on the left), which - after trying it out the same evening - wins us as eternally faithful guests. More to that later.
The prices for overnight camping are very modest. The owner probably makes more profit with the restaurant, (at any rate with us). He invests the profit in the building behind our caravan in the picture. It will be a guest-house and will contain more sanitary facilities for the site. The current ones (May 2006) are very limited and insufficient for the large number of campers, including a group with 17 caravans from - not surprisingly - the Netherlands, who arrive in the next few days.

 

 

 

Der kleine Ort Sapanta (auch Sapinta), 20km westlich von der Hauptstadt der Maramures, Sighetu Marmadiei (kurz "Sighet" genannt), gelegen, besitzt etwas weltweit Einmaliges: einen "fröhlichen" Friedhof. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts begann der Holzschnitzer Stan Ion Padras damit, schöne Holzkreuze zu schnitzen, auf denen er in lustiger, aber auch ehrlicher Form das Leben und den Beruf des Verstorbenen darstellte, aber auch dessen kleine (oder größere) Schwächen offenbarte.
Immer mehr Dorfbewohner wollten diese spezielle Art der Würdigung, und so kommt es, dass auf dem kleinen Dorffriedhof inzwischen ca. 800 blau angestrichene Grabkreuze stehen. An manchen Tagen trampeln ganze Busladungen voller Touristen um die Gräber. Doch das scheint das Pietätsempfinden der noch lebenden "Anwärter" nicht zu stören. Heute soll es schwierig sein (und bis 400 Euro teuer - unerschwinglich für viele Rumänen), hier noch einen Platz zu ergattern.

The small town of Sapanta (also known as Sapinta), lies 20 km west of Sighetu Marmadiei (abbreviated to "Sighet"), the principal city of the Maramures area. Sapanta has something unique in the world, a ‘Merry (or Happy) Cemetery’. In the 1930’s the woodcarver Stan Ion Padras started making beautiful grave memorials on which in a cheerful but honest way the life and the occupation of the deceased are represented, not excluding their smaller (or larger) failings.
More and more of the village inhabitants wanted this unusual sort of recognition. In the course of time about 800 of the blue painted memorials have been erected in the village cemetery. On some days whole busloads of tourists troop around looking at the graves. That apparently doesn’t disturb the sensibilities of the currently alive future occupants. Nowadays it is apparently quite difficult (and at up to €400 very expensive for many Romanians) to get a plot allocated here.   

 

 

 

Stan Ion Patras, der alte Holzschnitz-Meister, der 1977 verstarb und prae mortem für sich selbst ein Kreuz schnitzte, und sein Nachfolger Dumitru Pop sind allein für die bildlichen und textlichen Aussagen über das Leben oder den Tod eines Dorfbewohners verantwortlich. Meist werden diese Einschätzungen von den Angehörigen akzeptiert, auch wenn sie in ironischer Form manchmal wenig Schmeichelhaftes berichten.
Die Texte unter den folgenden Bildern wurden uns freundlicherweise von einem in Nagold wohnenden Siebenbürger Sachsen, Herrn Dieter Schiel, übersetzt. Hier ein paar Ausschnitte (von links nach rechts):

Stan Ion Patras, the old master-carver, who prepared his own wooden memorial before he died in 1977, and his successor Dumitru Pop are themselves responsible for the pictures and for the text about the life and death of the village inhabitants. However, usually their assessments are accepted by the relatives, even though their ironic summaries are not always flattering.
The texts for the pictures below were kindly translated for us by Dieter Schiel, a Transylvanian Saxon living in our home town, Nagold. Here a few excerpts (left to right).

"Hier ruhe ich... Ich war das Hänschen von der Nani. Wenige werden so gewesen sein wie ich. So gut und so schön, aber ich hatte kein Glück, denn ich bin jung gestorben und verwese in der Erde. Liebe Mutter und Ehefrau, der liebe Gott soll Euch trösten..."

"...Kurz war mein Leben. Wie der Morgentau war auch mein Schicksal zu sterben. Von einem Auto überfahren am Rande des Weges vom Rad des Autos. Oh meine arme Mutter, traurig ist sie zurückgeblieben ..."

‘Here I rest ... I was Nani’s little Johnny. Very few were like I was. So good and so handsome, but I had little luck, as I died early and now decay in the earth. Dear mother and wife, may the dear Lord comfort you ...’

‘... Short was my life. It was my fate to die quickly like the morning dew. Run over by a car - on the side of the road from a car-wheel. Oh, my poor mother, she is left behind in her sadness...’

"Es hat mir gefallen, alles zu machen... Der Weg in den Westen, der Teufel soll ihn holen. In der U-Bahn von Paris wollte ich immer spielen. Mit Rollschuhen bin ich gefahren. Der Tod hat mein Leben beendet..."

"...Solange ich auf dieser Welt gelebt habe, hat mich mein Mann viel geärgert... Ich bin viel vor dem Tor gesessen und habe schöne Decken verkauft und habe auf ihn gewartet. Mein Leben ist zu Ende gegangen und der Mann ist nicht gekommen..."

‘I used to enjoy doing everything ... But a curse on my going to the West. I always wanted to play in the Paris Metro. I skated with inline skates. Death ended my life ...’

‘... As long as I lived on this earth my husband caused me a lot of trouble ... I sat often at the gate, sold beautiful blankets and waited for him. My life has ended and the man didn’t come ...’

 

 

 

 

 

Im kühlen Regen findet das Mädchen den Friedhof nicht ganz so lustig.
So naiv und bunt, wie die Bilder auf den ersten Blick wirken mögen, so ernst ist ihr Inhalt und die Chronik des Dorfes, die sich in ihnen enthüllt. Stan Ion Patras selbst soll seinen Friedhof nicht als "lustig" empfunden haben. Doch bewundernswert und vielleicht typisch "maramurisch" ist der ehrliche, leicht ironische und moralisierende Ton, den der Meister in Bezug auf so schwere Themen wie Lebensführung und Sterben an den Tag legt und den - was genauso erstaunlich ist - auch die betroffene Bevölkerung zu akzeptieren bereit ist.

This girl finds the cemetery not quite so merry in the cool rain.
At first sight the pictures on the graves  seem naive and colourful, but their content is serious and reveals a chronicle of village life. Stan Ion Patras himself apparently didn’t find the cemetery ‘merry’. But the honest, rather ironic and moralizing tone that the master-craftsman brought into such serious topics as to how people lived and died is very admirable and perhaps typical of Maramures, as is the readiness of the population concerned to accept the assessment.               

 

 

 

Auf diesen beiden Bildern sieht man zwei Seiten des selben Kreuzes. Das brave Mädchen von der Vorderseite entpuppt sich auf der Rückseite als etwas flatterhaft, das den Männern den Kopf verdreht und dem nun Engelsflügel gewachsen sind.

These two pictures show the two sides of the same memorial. The well-behaved girl seen on the front in traditional costume is shown on the back as rather flighty (pardon the angelic pun), with her two male admirers looking on.

 

 

 

Zwei Häuser in der Straße zum lustigen Friedhof ("cimitir vesel") in Sapanta.
Das Haus links wurde bis in die letzte Ecke mit bunten Kacheln bestückt.
Rechts bereitet eine Frau Schafswolle zum Trocknen aus, um später daraus schöne Teppiche zu weben, die den Touristen in riesiger Auswahl zum Verkauf angeboten werden.

Two houses in the road leading to the Merry Cemetery ("cimitir vesel") in Sapanta.
Every square centimetre of the house on the left is covered with colourful tiles.
On the right a woman is hanging sheep’s wool out to dry. Later it will be woven into the beautiful carpets and blankets that are on offer in large variety for tourists to buy.

 

 

 

Sapanta hat noch einen zweiten, sehr ernsten Friedhof. Wie vergessen liegt er hinter einer hohen Hecke neben der Hauptstraße.
Der Friedhof war wohl für weitere Gräber ausgelegt, eine freie Wiese schließt sich an die Grabstätten an. Doch die Menschen, die hier beerdigt werden sollten, wurden 1944 in Konzentrationslager verschleppt. Nur wenige kamen zurück.
Die blühende jüdische Gemeinde von Sapanta wurde von den Nazis ausgelöscht.

Sapanta has a second and very serious cemetery. As if forgotten it is spread out here behind a high hedge near the main road.
The cemetery was apparently laid out for further graves and there is a free meadow adjacent to it. But the people who should have been buried here were taken away to concentration camps in 1944 and only a few returned.
The flourishing Jewish community in Sapanta was wiped out by the Nazis.

 

 

 

Vor dem zweiten Weltkrieg waren im nahen Sighet (von hier stammt auch der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel) und Umgebung mehr als die Hälfte der Einwohner Juden. Ihnen war es in diesem traditionell sehr toleranten Gebiet erlaubt, Boden zu besitzen, was sonst fast überall verboten war.
Zu Beginn des zweiten Weltkriegs fiel die Maramures an Ungarn. 1944 wurden alle Juden deportiert. Die, die zurückkamen, wanderten nach Israel aus oder wurden von Ceausescu für 50 Dollar an den jüdischen Staat verkauft.
Rumänische Juden bilden heute das zweitgrößte Kontingent innerhalb der israelischen Bevölkerung. Spinka-Juden und Rabbi ("Spinka" ist jiddisch für Sapanta) stellen einen großen hassidischen Zweig dar, dessen Nachkommen in vielen Städten Israels, in New York und Europa anzutreffen sind.

Before the second World War more than half the population of nearby Sighet (hometown of the Nobel Peace Prize-winner Elie Wiesel) and its neighbourhood were Jews. In this traditionally very tolerant area they were allowed to own land, which was forbidden in most other places.
At the beginning of WW 2 Maramures fell to Hungary. In 1944 all the Jews were deported. Those who returned emigrated to Israel or were ‘sold’ to the Jewish state by Ceausescu for 50 dollars per person.
Romanian Jews are the second-largest grouping within the Israeli population. The Spinka Jews and Rabbis (‘Spinka’ is Yiddish for Sapanta) form a large Hasidic grouping, whose descendants are found in many towns in Isral, New York and in Europe.     

 

 

 

Rumänien hatte in den letzten Jahren unter schweren Überflutungen zu leiden. Hier in Sapanta versucht man, die Ufer des Zuflusses zur Teiss (Tisa) zu befestigen. Eindeutig wackelig zeigt sich diese Brücke. Keiner von uns beiden wollte sie betreten, um das Foto interessanter zu gestalten!

Romania suffered in recent years from repeated severe flooding. Here in Sapanta they have tried to reinforce the banks of the Sapanta River, a tributary of the Teiss (Tisa).
This footbridge saves people a long walk round to the road bridge in the town upstream, but looks very unsure and slippery. Neither of us wanted to try it out even to get a better picture!

 

 

 

Dies ist es, das momentan höchste ganz aus Eichenholz gefertigte Gebäude der Welt! Bis zur Turmspitze misst es 78m.
Es wird ganz in traditioneller Handwerkskunst gefertigt. Keine Stahl-, sondern nur Hartholznägel werden verwendet. Das Kloster Peri wird am Standort eines früheren Klosters errichtet.

The footbridge is not far from the Peri Monastery. This is at present the highest oak building in the world, which is 78m tall up to the tip of the tower.
The monastery is being built on the site of a previous monastery using only the traditional methods of woodcraft, e.g. hardwood pegs are used rather than of metal nails.

 

 

 

 

 

Innen ist der Ausbau noch voll im Gange. Doch man kann anhand der drei Türen in der Bildmitte (li) schon jetzt erkennen, wo sich einmal die Ikonenwand befinden wird.
Rechts sieht man die Galerie, auf die vielleicht auch hier einmal die Knaben während des Gottesdiensts verbannt werden (siehe Surdesti).

The interior of the building is not yet complete, but the three doors in the middle in the left-hand picture show where the iconostasis (icon screen) will later be.
On the right the gallery can be seen, where maybe in future the boys will be banned to during services (see Surdesti).

 

 

 

Die Räume im Untergeschoss wurden provisorisch zum Gemeindesaal ausgebaut und werden bereits genutzt. Schöne Teppiche aus einheimischer Produktion heitern den beeindruckenden Raum mit dem schweren Gewölbe auf.

Until the church is complete the crypt below it is being used as an interim chapel. Beautiful locally made carpets and the warmth of the brickwork make for a cheerful atmosphere despite the massive vaults.

 

 

 

Durch ein Fenster erblicken wir den nahen Glockenturm.

We look across from one of the windows of the main building to the nearby bell-tower.

 

 

 

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Das Untergeschoss des Glockenturms wird im Sommer für Gottesdienste genutzt. Was für reizvolle Ausblicke nach allen Seiten, die der Andacht sicher förderlich sind!

The ground-floor of the bell-tower is laid out for open-air services and assemblies and gives an airy view of the surrounding woodlands.

 

 

 

Am Abend hat sich der Campingplatz merklich gefüllt (li). Zu der angemeldeten Gruppe aus den Niederlanden (17 Wohnwagen) stößt noch eine zweite, unangemeldete Endurofahrer-Gruppe hinzu (Rumaenien ist ein Paradies fuer Off-road-Fahrzeuge).
Der Besitzer und die weiteren Angestellten tun alles Menschenmögliche, um Fahrzeuge und Personen unterzubringen und letztere zu verköstigen.
Die jungen Leute im Campingbus (re) kommen aus Frankreich, das erstaunlich viele Touristen in Rumänien stellt (Deutsche sind eindeutig unterrepräsentiert!). Trotz Dauerregen lassen sie sich ihr Hippi-Leben nicht vermiesen.

When we return in the evening the camping site is much fuller (l). In addition to the group from the Netherlands, who had made a reservation, a second group with Enduro road/off-road (US = ‘Dual Sport’) motorcycles has come unexpectedly as well.
Owner and staff do all they can to find room for vehicles, tents and people and to provide meals.
The young people in the bus (r) are from France, as are a good number of the tourists in Romania. Despite a lot of rain they still seem to be enjoying their hippie-like vacation.

 

 

 

Und das ist der Service, der uns am Poieni Campingplatz in Sapanta geboten wird.
Schon mittags wird das Feuer angeheizt (li) und der Gulaschsuppentopf darüber gehängt. Am Abend steht er dann als Vorspeise bereit. Auf der Holzkohle werden leckere Steaks oder Forellen gebraten. Die Pommes frittes werden frisch zubereitet und schmecken wunderbar. Der gemischte Salat kommt mit einer göttlichen frischen Knoblauchsoße daher. Zum Nachtisch gibt es hauchdünne Pfannkuchen mit Waldbeeren, danach selbstgebrannter Pflaumenschnaps.
Wir essen uns jeden Abend die Speisekarte hinauf und hinunter (und alles für insgesamt 20 Euro). Am letzten Abend schmückt der sehr flinke und liebenswürdige Betreiber (re), der gleichzeitig auch kellnert, unseren Tisch mit frischen Farnblättern und Irisblüten (Mitte).
 Einen besseren Nachgeschmack hätte Rumänien bei uns nicht hinterlassen können!

And this is the service that we enjoyed at the Poieni camping site at Sapanta.
The fire is started early (li) and the goulash pot is hung up on it. In the evening it is ready as entree. Delicious  steaks and trout are prepared on the hot coals. Chips are prepared fresh (in the nearby kitchen) and taste wonderful. The mixed salad arrives with a heavenly, freshly made garlic sauce. As dessert there are delicately thin pancakes with wild berries and afterwards a home-distilled plum schnapps.
After our month travelling around Romania with sometimes very simple food, we enjoy the food here so much that we eat here every evening, getting a good meal for both of us together for about €20 including wine.
On our last evening our table was especially decorated with fern leaves and iris flowers (m). On the right the  friendly and alert owner, who also served at the table (r).
Our final impressions of Romania are extremely positive!. 

 

 

 

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Am nächsten Morgen, unserem Abreisetag, zieht ein mächtiger Sturm von der Ukraine heran. Die Bäume am Rande der Teiss-Ebene biegen sich im Wind.

Next morning, the day we leave, a big storm starts up and the trees on the edge of the Teiss river plain bend in the wind. Here we are looking north across the river to the hills in Ukraine.

 

 

 

Doch nicht nur diese. Die frisch aufgeschütteten Heuhaufen vom Vortag sehen aus wie eine Armee von zerzausten Yetis auf ihrem Marsch in die Ukraine. Die schlankeren, menschenähnlichen Heuhaufen werden von den Rumänen übrigens "Germans", Deutsche, genannt.

But not only the trees catch the wind. The fresh bundles of hay stacked on poles to dry look like an army of tousled Yetis marching into Ukraine. By the way, these slender, manlike haystacks are called ‘Germans’ by the Romanians.     

 

 

 

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Wegen der unglaublichen Farben und der schönen Landschaft mit den ukrainischen Karpaten muss auch dieses Bild noch in den Bericht.

We want to show this picture in the report as well because of the unbelievable colours in a beautiful landscape with the Ukrainian Carpathians as background on a stormy day.

 

 

 

Und jetzt geht es unerbittlich nach Hause. Sogar die Bäume scheinen zum Abschied zu winken. Ein letzter Pass muss überwunden, das letzte Schlagloch in seiner Tiefe erforscht werden, bevor wir hinter Oradea Rumänien verlassen.
Keine Probleme an der Grenze. Der ungarische Zöllner schaut nur nach, ob wir im Wohnwagen keinen Rumänen einschmuggeln.
Die ungarische Autobahn empfängt uns mit glatter Oberfläche und unerträglicher Monotonie. Schon jetzt wächst unsere Sehnsucht nach dem ‘unmöglichen’ Land Rumänien, das für Vorgeschädigte alles Potential besitzt, um süchtig zu machen.

Fazit
Wenn jemand Abenteuer sucht und Risiken nicht scheut, wunderschöne, aber unerschlossene Natur liebt, Kulturgüter unterschiedlichster Epochen und Stile kennenlernen möchte, aber sich von Industrieruinen und Betonburgen nicht abschrecken lässt und auf manche Bequemlichkeit verzichten kann, dann ist Rumänien das Land seiner Wahl. Für uns war diese Rundreise wohl der eindrücklichste Urlaub bisher, wir werden bestimmt wiederkommen und die Entwicklung dieses Landes, das mit einem Fuß im Mittelalter und mit dem anderen im Zeitalter der Globalisierung steht, mit großem Interesse weiter verfolgen.

Auf eines hätten wir nicht verzichten wollen: eine eigene Toilette an Bord.
Davon hätten wir gern weniger gehabt: Schlaglöcher und streunende Hunde.
Das hätten wir gern mehr gemacht: Wanderungen in den Karpaten.

Sicherheit - ein paar Worte dazu, da wir danach gefragt wurden:
Wir haben uns in Rumänien nicht unsicher gefühlt - entgegen aller Warnungen und eigener Erwartungen. Trotzdem sollten gewisse Vorsichtsmaßnahmen, wie man sie auch in anderen Städten Europas ergreift, hier genauso berücksichtigt werden. Im Besonderen versuchten wir es zu vermeiden, außerhalb von Campingplätzen zu übernachten und schlugen das Angebot in Städten, unser Auto für eine sehr geringe Summe zu bewachen, nicht aus. In Bezug auf Sicherheit haben wir nichts Negatives erfahren, es wurde uns auch nichts gestohlen. Unsere Erfahrung ist natürlich begrenzt, doch wir stellten fest, wenn man den Menschen grundsätzlich mit Freundlichkeit und ohne Misstrauen begegnet, kommen viel Herzlichkeit und Großzügigkeit zurück.

And now we set off properly on the long trip through Hungary and Austria back to Germany. Even the trees seem to be waving good-bye. We have to cross one more pass, we have to explore the depths of yet more potholes, before we finally leave Romani beyond the  town of Oradea.
No problems at the border. The Hungarian border guards just check that we are not smuggling any Romanians through in our caravan. (We aren’t.)
Soon the Hungarian motorway welcomes us with its smooth road surface and now rather unwelcome monotony. Although we have only just left, we already start to miss the ‘impossible’ country of Romania. Despite its deficits, it has strongly addictive potential!

Conclusion
If you are looking for a certain level of adventure and are not afraid to take a few risks, if you like beautiful and unexploited nature, if you want to see valuable cultural treasures of various periods and epochs, but are not put off by the industrial ruins and building remnants of dictatorship or by some missing comforts, then Romania has much to offer you. For us, this round trip has left us with more interesting impressions than any other trip so far. We definitely want to come again and also will follow with great interest the development of this country, which seems to have one foot in the Middle Ages and the other in the modern, globalized world.

What are we glad to have had with us? A toilet on board!
What could there have been far less of? Potholes and stray dogs.
What would we like to have done more of? Hiking in the Carpathians.

Safety - a few words because we have been asked about this subject:
 Despite various warnings and our own previous misgivings we didn’t feel unsafe in Romania. We were of course reasonably careful, as is necessary in any city or country in Europe. Specifically we tried to avoid camping outside camping sites where possible and didn’t refuse the offered watching of the car (for a very small sum) in cities a couple of times. We didn’t experience anything negative in terms of security or have anything stolen during the whole trip.
Our experience is of course limited, but we found that openness and lack of mistrust on our part was responded to by generosity and friendliness.

 

 

 

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