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 E & BJ Capper Nagold 2006/2007

7. - 8.5.2006

Biertan (Birthälm/Bierthälm) &
Cincşor (Kleinschenk), Dealul Frumos (Schönberg),
Netuş (Neithausen), Brădeni (Henndorf),
Apold (Trappold), Bratei (Pretei)

Kirchenburgen 2

Fortified Churches 2

Vom evangelischen Pfarrer in Carta (Kerz) haben wir eine riesige Landkarte erhalten, auf der über 500 siebenbürgische Kirchenburgen und Dorfkirchen verzeichnet sind. Wir können diese Zahl kaum glauben und suchen deshalb eine auf der Karte verzeichnete Kirchenburg aus, die sich in der Nähe des Campingplatzes befinden soll. Unsere Wahl fällt auf das Dorf Cincsor (Kleinschenk), das sich neben der Europastraße in Richtung Fagaras befindet.

The Protestant pastor in Carta has supplied us with a large map on which over 500 fortified churches in towns and villages in Transylvania are marked. We find this number unbelievably high and look on the map for one near the campsite to use as a test object. We choose the village of Cincsor, near the main road towards Fagaras.

 Mitten im Zentrum des kleinen Dorfes stoßen wir dann auf diese Kirchenburg. Wir sind erstaunt, wie komplett sie noch aussieht, doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass sie dringend renoviert werden müsste. Das hölzerne, verrottende Eingangstor ist verschlossen, und wir finden auch nirgends einen Hinweis darauf, wo ein Schlüssel zu holen sei. Der Ort wirkt verlassen, manche Gebäude, wie z.B. das ehemalige Schul- oder Gemeindehaus (rechts), wird nur noch von Spatzen bewohnt, die durch die zerschlagenen Fenster hinein und heraus flattern.

 In the centre of the village we find this fortified church. We are surprised how complete it looks, but on closer inspection it is clear that renovation is urgently necessary. The wooden, rotting entrance gate is locked, and we see no indication of where we could ask for the key. The village looks almost abandoned; some buildings, e.g. the former school and town hall building (right), are now just home to the sparrows which flutter in and out through  the broken window panes.

 

 

 

Wir umrunden die beeindruckende Burg auf einem verschlammten Weg und nähern uns einer großen, geschäftigen Gänsefamilie. Als wir für ihr Empfinden zu nahe kommen, flüchten sich die schon recht großen Küken unter Mamas Federschutz. Nur das Küken ganz links lässt sich vom Herumpicken nicht abbringen. Erst im letzten Moment will es doch noch den Kopf unter die Federn stecken - doch da ist kein freier Platz mehr aufzutreiben.

We walk around the imposing castle on a muddy path and approach a large and busy goose family. When we come too close the already quite sizeable goslings run for maternal cover. Only the gosling on the far left waits so long to interrupt its picking for food that Mum’s popular near-side is full. But he/she was bright enough to go around to the wing on the other side, which was empty. Obvious leadership potential.

 

 

 

Kleinschenk ist - wie zahllose andere transsilvanische Orte auch - eine Gründung der Siebenbürger Sachsen. 800 Jahre lang wuchs die Dorfgemeinschaft bis auf über 500 Einwohner an. Außerordentlich stark war das Gemeinschaftsgefühl, was sich auch in vielen Festen ausdrückte (z.B. das Kronenfest im Juni, bei dem 14m hohe Stämme mit Kronen aus Eichenlaub vor der Kirche aufgestellt wurden).
Heimgesucht wurde der Ort durch schwere Überschwemmungen des nahen Flusses Alt und häufige Türkenangriffe, da er an einer wichtigen Verbindungsstraße liegt. In den Ringmauern der Kirchenburg besaß jede Familie einen Zufluchtsort, ausgestattet mit Nahrungsmittel für Zeiten der Belagerung.

Cincsor was founded by the Transylvanian Saxons, as were innumerable other places in the area. Over 800 years the village grew to a population of 500. There was a strong sense of community which found its expression in numerous festivals, for example the Crown Festival in June, in which 14m tree trunks crowned at the top with oak leaves were set up in front of the church.
The town was often troubled by heavy flooding of the nearby River Alt and was also harassed by frequent Turkish attacks as it was near an important road. In the fortified ring wall each family had a refuge equipped with food in case of siege.                

 

 

 

Früher war man stolz auf den besonders guten Wein, der auf den nahe liegenden Berghängen wuchs. Heutzutage verwildern die meisten Weinberge,es leben weniger als 50 Personen im Ort (laut einem Bericht der Heimatortsgemeinschaft Kleinschenk. ‘HOGs’ sind in Deutschland ansässige Vereine, die die ehemaligen Dorfbewohner zusammenführen und Treffen organisieren, aber auch Renovierungsarbeiten in Rumänien finanzieren, wie hier in Cincsor).
1989 verließ der letzte Pfarrer den Ort. Es soll Pläne geben, dass die Burg für einen sanften Tourismus erschlossen werden soll. Anzeichen für Bemühungen in dieser Richtung konnten wir allerdings nicht entdecken.

People used to be proud of the particularly good wine that grew on the nearby hilly slopes. Nowadays most of the vineyards are going wild and less than 50 people live in the village. This information is based on a report (in German) of the  society of expatriates connected to Cincsor (‘Heimatortsgemeinschaft Kleinschenk’). Associations like this meet in Germany and organize support for renovation projects in the part of Romania they are interested in.
In 1989 the last pastor left. There are apparently plans to develop the castle for sustainable tourism, but we didn’t notice any evidence for this.

 

 

 

Am nächsten Tag brechen wir zum Weltkulturerbeort Sighisoara auf und nehmen dabei den direkteren, aber schlechter ausgebauten Weg nach Norden, mitten durch das schöne hügelige, fruchtbare Hochland.
Wenn wir je noch an der Anzahl und der baulichen Massivität der Kirchenburgen gezweifelt hätten, so belehrte uns diese Fahrt eines Besseren. Praktisch jeder Ort besitzt ein Ensemble, das bei uns in Deutschland ein nachts bestrahltes touristisches Highlight darstellen würde.
Die Kirchenburg in Dealul Frumos (Schönberg) ist dem Verfall wohl dadurch entgangen, dass ihre Räume seit dem Jahre 2003 an eine Forschungsgruppe der Architekturfakultät der Uni Bukarest vermietet wurden.

On the next day we set off for the World Culture town of Sighisoara and take the more direct but often very poor road to the north, which leads through beautiful and fertile country on rather higher ground.
If we had any doubts whether the fortified churches are  really so numerous and so massively built, then the doubts are resolved on this trip. Almost every village and every town has one which - if it were in Germany - would count as a valuable tourist highlight, would be lovingly restored and would be illuminated at night.
The fortified church in Dealul Frumos has avoided decay apparently due to having been leased since 2003 to a research group of the architecture faculty at Bucharest University.

 

 

 

 Zwischen den Weltkriegen lebten in Schönberg über 1300 Personen. Die ursprünglich rein sächsischen Siedlungen öffneten sich im 18.Jh. zunehmend auch der rumänischen Bevölkerung, für die Schulräume oder orthodoxe Kirchen gebaut wurden. Im Ort wohnen heute noch 13 Sachsen; das deutsche Schulgebäude verfällt (li). Am rechten Bild kann man erkennen, weshalb der Ort "Schöner Berg" genannt wurde.

Between the World Wars Dealul Frumos had over 1300 inhabitants. Originally a Transylvanian Saxon settlement, from the 18th century onwards it opened up more to the Romanian population, for whom school facilities and Orthodox churches were built. Now only 13 Saxons live in the village; the German school is falling into decay (left). The right-hand picture shows that the German name "Schöner Berg" (Beautiful Hill) for the village is fully justified.

 

 

 

In den nächsten Ortschaften knipsen wir die bollwerkartigen Kirchen nur noch aus dem Auto heraus.
Links erblicken wir die Wehrkirche in Neithausen (Netus), rechts die in Henndorf (Bradeni). Letztere Ortschaft hatte immer schwer mit Überflutungen des nahen Harbachs zu kämpfen, der das Bodenniveau seit 1500 durch Schlammablagerungen um drei Meter anhob. Henndorf war bekannt für seine Handwerkskünste.
Auf dem Dachboden der Kirchenburg befanden sich bis vor kurzem gotische Truhen, die als Getreidefruchtkästen dienten. Sie befinden sich jetzt in der Bergkirche in Schäßburg. Wer mag, kann sich ein Foto von den Truhen im nächsten Kapitel anschauen.
 Die verbliebenen 8 Sachsen können den Verfall der Burg nicht aufhalten. Anscheinend wird ein Pächter dringend gesucht.

In the next villages we only stop the car briefly to photograph the fortified church buildings. On the left Netus, on the right Bradeni.

Bradeni suffered so much from frequent severe flooding of the nearby River Hartibaciu that since 1500 the sediment has raised the ground level by 3m. The village was known for its skilled artisans.
Until recently Gothic wooden chests, which had served as containers for grain, were kept up in the attic of the church tower. These can now be seen in the hill church at Sighisoara. (There’s a picture showing them in the following chapter.)
The remaining 8 Saxons alone can’t keep the fortified church from decay. Apparently a tenant is being urgently looked for.

 

 

 

Die siebenbürgisch-sächsischen Dörfer sind von einer einmaligen, unverfälschten Ursprünglichkeit (hier die Ortseinfahrt Henndorf).
Der traditionelle Baustil sowie die althergebrachte Bewirtschaftung der Höfe hat den ökologisch versierten Prinz Charles dazu veranlasst, diese Dörfer mehrfach zu besuchen und mit Hilfe eines Trusts zu fördern (Mihail Eminescu-Trust). Im nahen UNESCO Welterbeliste Ort Deutschweißkirch (Viscri) kauft er sich sogar einen Hof, der früher im Besitz seines entfernten Verwandten Vlad Tepes (‘Dracula’) war, um ihn restaurieren zu lassen und für sanften Tourismus verfügbar zu machen.

The Transylvanian Saxon villages have a unique and unadulterated naturalness (here the road leading into Bradeni).
The traditional style of building and of cultivation have persuaded Prince Charles, who is well known for his ecological views, to visit these villages often and to support them with the help of a trust (the Mihail Eminescu-Trust). He is buying a property in the nearby village of Viscri, a World Heritage site and previously property of his distant relative Vlad Tepes (‘Dracula’), to have it restored and used for sustainable tourism.

 

 

 

Hinter Henndorf schlängelt sich die Straße über einen Bergrücken, der das Harbachtal vom Tal des Schaaser Bachs (von dem Schäßburg seinen Namen hat) trennt. Vor uns öffnet sich das weite, fruchtbare Tal, in dessen Mitte malerisch der einst bedeutsame Ort Trappold (rum. Apold) liegt. Im zweiten Weltkrieg lebten hier über 1300 Personen, davon die Hälfte Sachsen. Heute gibt es nur noch zwei sächsische Bewohner im Dorf.
 Schon von weitem fällt auf, dass Trappold etwas Besonderes hat, nämlich eine Kirchenburg, die teilweise renoviert wird. Jedenfalls stechen uns die frischen Holzverschalungen an zwei Wehrtürmen ins Auge.

Behind Bradeni the road snakes up and over the crest of a hill which separates the valleys of the rivers  Hartibaciu and Tarnava Mare (on which Sighisoara lies). In front of us the wide and fertile valley opens up. The once important village of Apold lies picturesquely in the middle. In the 2nd WW over 1300 people lived here, half of them Saxons. Today only 2 Saxons are left in the village.
From a distance the special feature of the village can be seen clearly, the church with its fortifications. The new wooden boarding on two of the defensive towers indicates that renovation is in process.                      

 

 

 

Unten im Ort parken wir vor der schönen Kirchenburg und machen eine Panoramaaufnahme (2 Bilder). Wir sehen eine Person, die offensichtlich die Treppen zur Burg hinauf ausbessert. Später erfahren wir, dass seit 2003 im renovierten Burghüterhäuschen (rechts neben der Pforte in der Mitte *) ein junger Berliner Tischler und Maurer lebt, der die Burg bei einer Wanderung entdeckte, über die Jahre ihren raschen Verfall beobachtete und schließlich einen Berliner Verein zur Rettung der Burg initiierte (Link). Dessen Ziel ist es, die Kirchenburg zu sanieren und wiederzubeleben und später als Begegnungs- und Fortbildungszentrum zu nutzen.

* Wir hatten dieses Gebäude falsch identifiziert. Danke an Joachim Gremm für die Korrektur.

Down in the village we park near the impressive fortified church and take this panorama picture (2 photos). We see someone working at repairing the stairway up to the gate. Later we find out that since 2003 a young carpenter and bricklayer from Berlin lives in the castle custodian’s house, (to the right of the entrance gate in the middle *). He discovered the castle when hiking and, after noticing its rapid decay over a few years, initiated a society in Berlin to save it. (Link   in German). Its aim is to restore and revive the fortified church and later to use it as a meeting and education centre.

* We had identified this building incorrectly. Thanks to Joachim Gremm for the correction.       

 

 

 

Es gibt einige wenige Orte in Siebenbürgen, wo der kulturelle und bauliche Verfall der Kirchenburgen anscheinend gestoppt wurde. Einer dieser Orte ist Biertan (deutsch Birthälm oder Bierthälm), das etwas weiter nordwestlich liegt.
Es besitzt eine der größten Kirchenburgen Siebenbürgens, die seit 1572 fast 300 Jahre lang Sitz des evangelischen Bischofs war. Ihr Baubeginn lag am Ende des 15.Jh. Sie war die letzte gotische Hallenkirche, die in Transsilvanien gebaut wurde. Die Bemühungen der Bevölkerung, sie in gutem baulichen Bustand zu erhalten, wurden 1993 dadurch belohnt, dass sie den Status "UNESCO- Weltkulturerbe" erhielt (zusammen mit sechs weiteren Kirchenburgen (siehe Calnic und Prejmer) und stellvertretend für die zahlreichen anderen Burgen).

There are a few places in Transylvania where the cultural and structural decay of the fortified churches has apparently been halted. One of these is Biertan, rather further to the north-west.
It has one of the largest of the fortified churches. It was seat of the Protestant bishop from 1572 for almost 300 years and was the last Gothic naved church built in Transylvania. The efforts of the population to keep the structure in good order were rewarded by it being one of the 7 Villages with Fortified Churches in Transylvania, which were added to the UNESCO list of World Cultural Heritage sites in 1993 and chosen to represent the hundreds of these church complexes. Others that we visited on this list are Calnic and Prejmer.                                                     

 

 

 

Die Kirchenburg besitzt drei Befestigungsringe und 8 Wehrtürme und Basteien. Ihrem Status als Weltkulturerbe ist es wohl zu verdanken, dass uns auf dem überdachten Treppenaufgang eine Aufsichtsperson empfängt und die Kirche für uns aufschließt.

The Biertan fortified church has three rings of walls and 8 defensive towers. Thanks to its status as World Cultural Heritage there is a lady custodian who is waiting to unlock the church for us at the top of the covered flight of entrance stairs.              

 

 

 

 

 

Die Ausmaße dieser dreischiffigen Hallenkirche sind gewaltig. Weltberühmt ist der größte Flügelaltar Siebenbürgens mit 28 vorreformatorischen Bildtafeln.
Ein lustiges Detail stellt die aufgemalte gekrümmte Gestalt eines Narrs dar, der die auslaufenden Rippenbögen des Dachs zu tragen hat (Bild Mitte links, wohl nur erkennbar nach Vergrößerung).

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Biertan 5.2006

The threefold nave is of impressive size. The winged altar is the largest in Transylvania and is world-famous. It has 28 pre-reformation picture panels.
An amusing detail is the painted image of a jester struggling to hold up the weight of one end of a ribbed roof-arch. (Left of centre. Picture needs to be expanded to see it.)

 

 

 

 

 

Die sächsischen Ortschaften besaßen früher ein reges Vereinsleben. Die Fahnen der Vereine wurden häufig in der Kirche aufgehängt.
Berühmt wurde auch diese Sakristeitüre, die von außen wertvolle Holzeinlegearbeiten aufweist und von innen ein beeindruckendes Türschloss aus dem Mittelalter mit 19 Riegeln, das zu Zeiten der Türkeneinfälle die hierher verbrachten Kirchenschätze sichern sollte. Diese Tür befand sich im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris.

Guilds and societies played an important part in Saxon villages and towns and their flags were often hung up in the churches.
The right-hand picture shows the famous sacristy door, which has inlay work on the outside and on the inside this magnificent mediaeval lock with 19 bolts. Whether  this was sufficient to protect the churches’ treasures from the Turks we do not know. The door was on display in Paris at the 1900 World Exhibition.                                                                

 

 

 

Wir klettern die Stufen des katholischen Turms hinauf und können von hier oben über die innere Ringmauer (und die davor gelagerten Stücke der zweiten und dritten Ringmauer) blicken. Links befindet sich der Speckturm, in dem die Bevölkerung ihre Schinken räucherte.
Biertan liegt inmitten einer sanft gewellten Hügellandschaft und war seit dem Mittelalter ein berühmtes Weinanbaugebiet. Die Terrassierung der Hänge ist noch gut zu erkennen, doch heutzutage werden hier keine Reben mehr kultiviert.
Bei den zahlreichen Türkenangriffen zwischen dem 13.- und 16 Jh. suchten bis zu 5000 Dorfbewohner innerhalb der Mauern Schutz und mussten hier wochenlang ihr Leben organisieren. Da die Kirchenburg auf einem Hügel liegt, hat sie keinen eigenen Brunnen. Deshalb gruben die hier Verbarrikadierten Gänge zu den Brunnen im Dorf, durch die sie nächtens krochen, um Wasser zu besorgen. Heute weiß man nicht mehr, wo sich diese Gänge befinden.
Überliefert ist, dass Biertan von schweren Pestepidemien heimgesucht wurde. Aus diesem und anderen Gründen sank die Bevölkerungszahl auf ca. 2300 Personen vor dem 2. Weltkrieg, davon die Hälfte Sachsen. Heute liegt die Zahl der verbliebenen Deutschen bei unter 70 Personen.

We climb the steps of the Catholic Tower and get a good view over the inner ring of the fortifications and parts of the outer two rings. On the left is the ‘Bacon Tower’ in which the population could smoke their meat.
Biertan lies in rolling countryside and the area was famous from the Middle Ages onwards as a wine-growing area. The terracing on the slopes is still very evident, but nowadays vines are not cultivated any longer.
During the numerous Ottoman attacks between the 13th and 16th centuries up to 5000 inhabitants from the area came into the fortification for protection and had to organize their lives here for weeks at a time. The fortification stands on a hill and has no well, so the townspeople dug underground passages to reach the well in the town. The people would crawl through them at night to get their water supply. The location of these passages is no longer known.
Records say that Biertan suffered under severe plague epidemics. For this and other reasons the population fell to a level of about 2300 by the start of WW2, of which half were Transylvania Saxons. Today the German population is less than 70 people. 

 

 

 

Der katholische Turm (li), der Mausoleumsturm (Mitte) und der Stundenturm (re). Für einen der anderen Türme ist verbürgt, dass sich darin ein Ehegefängnis befand, in das zerstrittene Ehepaare eingesperrt wurden, bis sie sich wieder vertrugen. Wurde dieses Ziel nicht erreicht, war nach dem sächsischen Kodex eine Trennung möglich.

The Catholic Tower (l), the Mausoleum Tower (m) and the Clock Tower (r). In one of the other towers there was  a ‘Marriage Prison’, in which couples in marital strife were locked up together until they got with each-other again. If that didn’t work, then the Saxon laws allowed separation.                        

 

 

 

Ein schöner Gang zwischen zwei Ringmauern, von sieben Ziegelbögen überbrückt, der zum Speckturm führt.

Between two rings of the fortifications a path bridged by seven arches leads down to the ‘Bacon Tower’.           

 

 

 

 

 

Abschließend ein letzter Blick auf die Kirchenburg in Biertan über die davor stehende Gaststätte hinweg, wo ‘mittelalterliche Menüs’ angeboten werden.  

Finally a last view of the fortified church in Biertan rising up above a cheerfully decorated restaurant, which offers a ‘Mediaeval Menu’.    

 

 

 

Diese Kirchenburg, die im Ort Bratei (Pretai) steht, haben wir kurz vor einbrechender Dunkelheit auf unserem Heimweg auch noch "mitgenommen".

On our way back, we stop in Bratei to ‘capture’ the fortified church there as well with a quick picture before dusk falls.

 

 

 

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